Der Hopfen
ist eine
Kletterpflanzengattung mit zwei Arten. Hopfenpflanzen besitzen behaarte
Stängel und herzförmige Blätter mit drei
bis sieben Lappen. Die kleinen männlichen und
weiblichen Blüten bilden sich auf getrennten Pflanzen. Der Hopfen
ist "ZWEIHÄUSIG". Männliche Blüten stehen in lockeren Ähren, während
weibliche Blüten die Dolden bilden. Das ganze zapfenähnliche Gebilde,
der kommerziell genutzte Teil des Hopfens, ist mit einem feinen, gelben
Pulver, Lupulin oder auch Hopfenmehl, bedeckt. Lupulin, verleiht dem
Hopfen seinen bitteren Geschmack und sein Aroma. Der gemeine
Hopfen stammt vom eurasischen Kontinent, ist aber auch in die
Vereinigten Staaten, nach Australien und nach Brasilien eingeführt
worden.
Die Dolden des Hopfens werden zum
Bierbrauen verwandt. Hopfen wird dort angebaut, wo es in Europa,
Nordamerika, Australien und Neuseeland warm genug ist. Deutschland,
England und die Vereinigten Staaten sind die führenden
Hopfenproduzenten: Das wichtigste deutsche Anbaugebiet liegt in Bayern,
in der Holledau.
Hopfen muss in
Gegenden angebaut werden, die während der Wachstumsperiode ausreichende
Niederschlagsmengen haben. Außerdem braucht der Hopfen in der
Fruchtphase viel
Sonnenschein. Setzlinge werden am
Frühlingsanfang in Reihenabständen von etwa zwei Metern kultiviert. Nur
weibliche Pflanzen tragen Früchte. Befruchtete Dolden sind größer und
wachsen schneller als unbefruchtete. Die Hopfenpflanzen ranken sich an
Drähten empor, die über den Pflanzreihen von Stangen herabhängen. Die
Dolden bekommen ihr Aroma im späten Herbst und werden dann
geerntet.